Page 45 - 30 Jahre Stadtmarketing – Chronik
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Heinisch bedankte sich bei Lanfer für die Vermittlung, bei den zuständigen Gremien
der Verwaltung und den Akteuren des Stadtmarketing-Arbeitskreises Kultur „die
sich seit Jahren für Kunst im Öff entlichen Raum sehr einsetzen“. Ein großer Dank
ging natürlich in erster Linie an den Künstler und den Sponsor „Deutsches Reihen-
haus“, ohne dessen großzügige Spende der Erwerb des Kunstwerkes nicht möglich
gewesen wäre.
Der Künstler selbst nennt das Werk „Alter Ego“. Der Name geht auf den römischen
Philosophen Cicero zurück, der einst schrieb „Ein wahrer Freund ist gleichsam ein
zweites Selbst“. Der Terminus „alter Ego“ ist in vielen Sprachen zum gefl ügelten Wort
geworden.
MacCormacks Kunstwerk besteht im Grunde innerhalb der blauen und silbernen
Aluminiumscheiben aus zwei Teilen. „Einer symbolisiert das augenblickliche Sein
des Menschen, der andere das bereits in die Zukunft schauende Sein“ erläutert der
Künstler. Dieser Dualismus sei für jeden Menschen individuell. So vermittelt auch
die ausdrucksstarke Plastik von jeder Seite aus ein anderes Bild, ähnelt aber immer
einer sich ständig ändernden, wandelnden Gestalt. Je nach Witterung erstrahlen die
Aluminiumscheiben in zarter oder kräftiger Farbgebung, intensivieren den Eindruck
von Körperlichkeit, vermitteln dem Kunstwerk einen besonderen Reiz.
Fazit: die Skulptur ist Kunst von hohem Rang und sollte vermehrt von Schulklassen
besichtigt werden.
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