Page 32 - 30 Jahre Stadtmarketing – Chronik
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Wandern, Erzählen, Malen –
hieß ein tolles Projekt für Grundschulkinder. Die
Idee von den Mitgliedern Astrid Gausmann und
Künstlerin Linda Berendes betraf Kinder zwischen
sechs und zehn Jahren; für sie sollte die heimi-
sche Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart
„erlebbar“ gemacht werden, mit dem Ziel, ihre Hei-
mat besser kennen und lieben zu lernen. Und das
im geschichtsträchtigen Tal der Abtsküche. Auf-
merksam lauschten die kleinen Historiker, wenn
Astrid Gausmann ihnen die alte Schule erklärte
oder am Teich von den Werdener Äbten erzählte,
die hier einst ihren Sommersitz hatten und der
alte Wehrturm immer noch ein Delikt aus jener
Zeit ist. Während eines Rundganges wurden die
Fragen der Kinder immer detailreicher und die
Freude über das Gehörte war in den Gesichtern
ablesbar. Nach jeder Aktion hieß es, das Gesehe-
ne und Gehörte, unter Anleitung der Künstlerin
Berendes, in einer großen Gemeinschaftsarbeit
auf einem wasserdichten Banner zu malen, um so
letztlich den 1.200-jährigen Lebensraum Heili-
genhaus besser kennen und lieben zu lernen. Ziel
war außerdem das schöne sichtbare Aufhängen
des Kunstwerkes, wenn Heiligenhaus „Ruhr 2010“
wurde. Die Kinder waren mit Feuereifer dabei
und Reste ihrer Malaktionen schmücken heute
noch ab und an bei großen Festen die Wände der
Zelte. Oft ist dann von Besuchern zu hören „Weißt
Du noch“. Seit 2009 schmücken alle Jahre wieder
Grundschulkinder eine große Tanne vor dem Rat-
haus. Lange vor Advent werden in den Schulen
weihnachtliche Motive gemalt und gebastelt. Die
Mitglieder des Arbeitskreises bereiten ein kleines
Fest vor. Bei Musik, leckerem Kakao und Keksen
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Astrid Gausmann und Linda Berendes
mit Kindern auf historischen Pfaden
werden die Arbeiten
von den Kindern selbst
an den Baum gehängt
und mit dem Hub von
der Feuerwehr geht es
in die Höhe, um auch
dort die kleinen Kunst-
werke aufzuhängen. Bei
Kerzenschein spiegeln
sich dann vier Wochen
die Motive im Leuchten
des Lichtes. Der Baum
gibt der Innenstadt
festlichen Glanz und die
Bürger werden einge-
stimmt auf das größte
Fest der Christenheit. .












































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