Page 30 - 30 Jahre Stadtmarketing – Chronik
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Der 2013 von der Essener Westenergie gestiftete
Bücherschrank auf dem Basildon-Platz – beid-
seitig nutzbar – wird laut der Betreuerin Dagmar
Haarhaus immer noch sehr gut genutzt.
Wenn seitens der Verwaltung kein Personal zur
Verfügung stand – sprangen die Mitglieder des
Arbeitskreises gerne mal ein: so beim „NRW Tag
2006“ in Düsseldorf und 2008 in Wuppertal.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde an der Fried-
hofsallee ein Containerdorf für Asylantenfamilien
gegründet. Der Ruf zur Hilfe wurde immer lauter.
Etliche Jahre hatte sich Eva Maria Eischeid, die
Mutter vom Arbeitskreismitglied Elena Eischeid,
um die Asylantenkinder gekümmert. Jetzt trat
Tochter Elena Eischeid in die Fußstapfen der Mut-
ter. Sie sorgte dafür, dass ein Gruppenraum kind-
gerecht ausgestattet wurde und gründete als Mit-
glied des Arbeitskreises mit Rolf Watty 2005 das
Projekt „Füreinander - Miteinander.“ Es stand vor
allem die Lebenssituation von Kindern im Mittel-
punkt. Die Kinder beherrschten die deutsche Spra-
che kaum und waren nicht selten isoliert. Bereits
zu Anfang mussten 26 afrikanische, arabische,
serbische, montenegrinische und türkische Kin-
der vom Säugling bis zum 15. Lebensjahr betreut
werden. Finanzielle Hilfe kam von Heiligenhauser
Betrieben, engagierten Bürgern, sozialen Unter-
nehmen. Fünf Jahre fuhr Rolf Watty die Kinder-
garten- und Schulkinder in die Horte und Schulen,
holte sie mittags wieder ab. Nach 2011 gab es kein
Containerdorf mehr und das segensreiche Projekt
wurde geschlossen.
„Füreinander – Miteinander“ hieß auch das zweite
Projekt unter dem Namen, das Christel Prätori-
us, damalige Leiterin des Ludgerustreff s, in den
Arbeitskreis einbrachte. Hier wurden soziale und
gesellschaftspolitische Akzente gesetzt im En-
gagement des Miteinanders für die schwächsten
Glieder der Gesellschaft, bei den alten Menschen
und den Kindern.
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