Page 14 - 30 Jahre Stadtmarketing – Chronik
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Arbeitskreis
Kultur und Gesellschaft
Sprecher Hans O. Rasche ,
Vertreterin bis 2000
Ruth Ortlinghaus,
ab 2000 Sprecherin
Ruth Ortlinghaus
Im neu gegründeten Arbeitskreis fand sich schnell
eine illustre Gesellschaft vom Akademiker, An-
gestellten bis zum Handwerker. Die Motivation
war Heimat- und Naturliebe, Interesse an der
abendländischen Kultur von Einst und Heute.
Einige unter Ihnen hatten etliche Sitzungen des
Lenkungsausschusses erlebt, hatten Denkanstöße
mitgenommen und kannten die Definition von
den Stärken innerhalb von Heiligenhaus, eines
historisch geprägten 1.200-jährigen Lebensrau-
mes. Die Ideen sprudelten und es musste ge-
bremst werden. Es kam die Frage auf: „Was ist Kul-
tur und was bewegt sie?“ Nach unterschiedlichen
Definitionen einigte man sich letztlich auf eine
Aussage von Hilmar Hoff mann (1925-2018), eines
wegweisenden paradigmatischen Kulturpolitikers.
Seine Arbeit wurde zum Synonym für eine erfolg-
reich und richtungsweisende Kulturvermittlung.
Folgende Maxime des Kulturphilosophen steht
seit 30 Jahren über dem Arbeitskreis:
„Kultur ist eine Lebensform ein Lebensprozess,
Kultur bringt Kommunikationsfiguren hervor,
schaff t Beziehungsgefl echte zu Menschen und ihrer
Umwelt, zu ihrer Natur, zu ihrer Gestaltung von
Städten und Landschaften, weist auf die Zukunft
hin. Und das immer mit dem Blick auf die Vergan-
genheit. Kultur ist Lebensform, Gestaltung und
Aneignung“.
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Unter dieser Prämisse werden folgende Aktio-
nen zur lebendigen Realität:
n Herausgabe des Veranstaltungskalenders –
heute Magazin
n Publikation der Broschüren „Pfadfinder, Stra-
ßennamen, Gerhard Tersteegen, Sankt Martin
n Blicke hinters Firmentor – Unternehmensbe-
sichtigungen
n Heiligenhauser Neu-Bürgerbegrüßungs-
messen
n Historische Wanderungen mit Exkursionen
durch Heiligenhaus und Umgebung
n Organisation von Kreisrundfahrten im Oldti-
merbus
n Pädagogische Betreuung der Kinder im Asyl-
heim Friedhofsallee
n Beteiligung an der Neanderland Biennale und
an der Kulturbörse des Kreises Mettmann
n Sport um Mitternacht zur Gewaltprävention
n Leseförderung mit öff entlichem Bücherschrank
am Basildonplatz
n Große Bücherfl ohmärkte an besonderen Orten
n Erläuternde Namen der Straßenschilder
n Gedenkstein an den Spiritisten Tersteegen in
Hetterscheid
n Abendliche Lichteinstrahlung an der
St. Suitbertuskirche
n Kunstführungen durch die beiden katholischen
Kirchen St. Suitbertus und St. Ludgerus
n Gelbes Blütenband von der Abtsküche bis Orts-
eingang Hösel
n Bildung einer heimischen Künstlervereinigung
n Werkausstellungen heimischer Künstler: Dorf-
kirche Isenbügel, Sparkasse, Waldhotel
n Förderung heimischer Künstler