Page 3 - Heiligenhauser Magazin 01 2025
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Wir
Wollen
glauben an
ein langes Jahr
das uns
gegeben ist, neu, unberührt –
voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit, voll
Aufgabe, Anspruch und Zumutung –
Wir wollen sehen, dass wir`s nehmen
lernen
ohne Allzuviel fallen zu lassen von dem
was es zu vergeben hat
an die, die Notwendiges, Ernstes und Großes
von ihm verlangen.
Liebe Leserin, lieber Leser
Mit dem Poem von Rainer Maria Rilke, dem größten
deutschen Lyriker des 20. Jahrhunderts, grüßen wir
Sie zum Neuen Jahr und zitieren- auch im Blick auf
die landesweiten Probleme - aus einem Frühlings-Ge-
dicht von Ludwig Uhland:
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste tiefste Tal:
Nun armes Herz vergiß der Qual:
nun muss sich alles, alles wenden.
Dem Gesetz der Natur folgend sind die ersten Früh-
lingsboten erkennbar. Nun müssen die demokratischen
Inhalte der neuen Regierung schnell umgesetzt werden.
Nach dem Aus der Ampel-Koalition folgten im Wahl-
kampf zermürbende Wochen und Monate. Die leitenden
Damen und Herren der vier größten Parteien überschlu-
gen sich mit dem Herausheben ihrer angeblich „richti-
gen“ Inhalte und verdonnerten oft mit scharfen Worten
ihre „Gegner“, und das vor allem in Funk und Fernsehen
und bei den großen Straßen-Demonstrationen. Heraus-
ragend und fast einseitig standen vor allem die Themen
Migration und Wirtschaft im Mittelpunkt. Das Wie und
vor allem die oft unklaren polemischen Aussagen des
Wahlkampfes irritierten viele Bürgerinnen und Bürger
derart, dass ihre Sympathien zunehmend bei den
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