Page 57 - Heiligenhauser Magazin 2 2026
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ferenzen, wo man zur Unterhaltung doch
wieder einen Dolmetscher benötigt.
Auch die Jugendlichen untereinander wa-
ren relativ schnell in der Nutzung digitaler
Technik. Mittels Google-Übersetzer lässt
sich alles kurz ins Handy sprechen und für
das Gegenüber in seine Sprache überset-
zen. Auffällig blieb aber, dass diese Mög-
lichkeit schnell nurmehr zweite Wahl war.
Die spontane und schnelle Verständigung
mit Wortfetzen, Gesten oder Englisch ist
doch noch ein Stück einfacher und direkter.
Die deutsch-französischen Gruppengren-
zen jedenfalls verwischten schon bis zum
ersten Abend.
Und wenn man die jeweils andere Stadt
oder Feuerwehr in einem kleinen Referat
vorstellen soll? Dann filmt man sich dabei
und lässt anschließend eine KI das Video
(inklusive Lippenbewegung!) in die andere
Sprache drehen. So staunten selbst die Ju-
gendlichen nicht schlecht, wie sie plötzlich
fließend Französisch sprachen, wenn auch,
wie sich herausstellte, mit einem eigentlich
nicht passenden südfranzösischen Akzent.
Dass man sich auch ohne Sprache sehr
gut miteinander kommunizieren kann,
wurde den Jugendlichen direkt zu Beginn
der Freizeit bei den Kennenlernspielen vor
Augen geführt. Sie waren aufgefordert, sich
als Gruppe anhand bestimmter Kriterien
(Schuhgröße, Geburtsdaten im Jahresver-
lauft etc.) zu sortieren, durften dabei aber
nicht sprechen.
Das Programm bestand neben gemein-
schaftsfördernden Aktivitäten aus dem
Entdecken der Feuerwehrtechnik und -tak-
tik des anderen Landes bei gemeinsamen
Übungen, der Vorführung der Heiligenhau-
ser Fahrzeuge oder der Einsatzkleidung.
Ein Ausflug führte zudem ins Feuerwehrmu-
seum in der Abtsküche. Anschließend wur-
den die Jugendlichen in der Heiligenhauser
Innenstadt von der Ersten Beigeordneten
Maike Legut offiziell begrüßt – natürlich
auf dem Place de Meaux am Alten Pasto-
rat, den im letzten Jahr noch der Bürger-
meister von Meaux mit eingeweiht hatte.
Nach einer Fahrt zur Hauptwache der
Feuerwehr Bochum und einem Ausflug ins
Heljensbad stand nach Lagerfeuer und
Grillen am Abend schließlich noch eine
Nachtwanderung auf dem Programm.
Auffälligster Unterschied aus Sicht der
deutschen Jugendfeuerwehrleute war die
deutlich größere Strenge im Ausbildungs-
betrieb der Franzosen. Die Jugendfeuer-
wehr dort besteht aus „Schuljahrgängen“,
d.h. jeder Jugendliche muss nach jedem
Ausbildungsjahr eine Prüfung ablegen,
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