Page 30 - Heiligenhauser Magazin 2 2026
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Abschied von einer passionierten
Pädagogin.
1968 wurde sehr zur Freude der niederbergi-
schen Bevölkerung das Immanuel-Kant-
Gymnasium in Heiligenhaus eröffnet – der
Name bezieht sich auf einen der größten
Wissenschaftler der Aufklärung, der die
deutsche Demokratie nachhaltig geprägt
hat. „Habe den Mut, Dich Deines Verstandes
zu bedienen“. Durch die engagierten Päd-
agogen, die schnell wachsenden Schüler-
zahlen und die guten Reifezeugnisse wurde
die Lehranstalt im Niederbergischen schnell
bekannt. Die kulturellen Außenveranstaltun-
gen waren sehr gefragt. Das spiegelte die
Laudatio zum 40-jährigen Bestehen wider.
Aber wichtige Veränderungen standen
2008 auf dem Programm. Die dreizehn-
jährige Schulzeit mit ihrem Pensum wurde
auf 12 Jahre verkürzt. Das hieß Unterricht
auch am Nachmittag. Erstmals wurde mit
Direktorin Britta Berschick eine Leiterin des
Gymnasiums gewählt. Hiermit ging für die
passionierte Pädagogin ein früher Traum
in Erfüllung. Die aus Hameln stammende
Direktorin hatte Biologie, Deutsch und ka-
tholische Theologie an namhaften Universi-
täten studiert.
Ihr Weltbild ist vom abendländischen
Humanismus geprägt – natürlich kritisch
aufgeschlossen für alle gesellschaftspoli-
Führungswechsel
im Gymnasium
tischen Strömungen –, die sie, wenn nötig,
in den Unterricht einbezieht. Die überzeugte
Katholikin Berschick hebt hervor: „Was wäre
das Abendland ohne die Kultur des Chris-
tentums“, deren Ethik und Moral hier ihre
Wurzeln hat.
In diesem Sinne arbeitete die Gymnasialdi-
rektorin 18 Jahre erfolgreich am Kant-Gym-
nasium. Was war ihr wesentliches Ziel
innerhalb des Lernprozesses und Bildungsni-
veaus? „Unsere Schule legte großen Wert auf
die Zusammenarbeit mit den Eltern. Eltern-
haus und Schule bilden eine Erziehungs- und
Wertegemeinschaft. Das, was Elternhaus
und Schule verbindet, ist die Wertschätzung
von Bildung“, hob die engagierte Pädagogin
hervor und betont: „Mein Ziel ist und war es,
bei einer Erziehung zur Leistungsbereitschaft
in sozialer Verantwortung die individuelle
Wertschätzung und Förderung des einzelnen
jungen Menschen stets im Blick zu haben.
Bei allem Umfang des Lernstoffes können
nur so ganzheitlich gebildete und weltoffene
Abiturienten das Immanuel-Kant-Gymnasium
verlassen und ihren Weg gehen.“
Mit diesen Intentionen arbeitete die Oberstu-
diendirektorin sehr erfolgreich. Im Juli wird
sie offi ziell verabschiedet und hinterlässt
unzählige positive Spuren bei den Tausenden
von Abiturienten, innerhalb der Heiligenhau-
ser Gymnasialwelt, der Kultur mit ausge-
fallenen Veranstaltungen – und auch bei
den Mitgliedern des Stadtmarketings. Alle
wünschen der zweifachen Mutter viele Jahre
einen gesunden, erlebnisreich erfüllten Ruhe-
stand. Die Würdigung des Lebenswerkes von
Britta Berschick erfolgt im nächsten Heft.
Ruth Ortlinghaus
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