Page 16 - Heiligenhauser Magazin 01 2025
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Befreiung von Auschwitz
Vor 80 Jahren befreit –
historisch für immer existent.
Die Wörter „Arbeit macht frei“, mit kleinen
Eisenstäben kunstvoll zu einem Bogen dra-
piert, wurden zum größten verbrecherischen
und grausamsten Schandmal des National-
sozialismus während des Dritten Reiches.
Der Bogen skizziert heute noch den Eintritt
zum größten Konzentrationslager Ausch-
witz. Hier wurden weit mehr als eine Million
Juden bestialisch ermordet: zerstückelt
durch medizinische Versuche, erschossen,
vergast und verbrannt.
Das Lager Auschwitz lag zwischen den
polnischen Städten Krakau und Kattowitz,
am Zusammenfl uss von Weichsel und Sola.
Zuletzt hatte der Lagerkomplex Auschwitz
eine Ausdehnung von 40 Quadratkilome-
tern. Sieben polnische Dörfer mussten für
den Ausbau geräumt werden. Das KZ lag
nur wenige Kilometer von den damaligen
deutschen Städten Gleiwitz und Hindenburg
entfernt – aber niemand hörte die Schreie.
Vor 80 Jahren, beim Zusammenbruch des
Dritten Reiches, wurde Auschwitz aufgelöst,
der Kommandant Rudolf Höß zum Tode
verurteilt.
Anfang des Jahres 2025 trafen sich zum
mahnenden Gedächtnis die leitenden
europäischen Staatsmänner in Auschwitz.
Auch vier Heiligenhauser Juden wurden in
Auschwitz bestialisch ermordet. 24 jüdische
Mitbürger nach der Flucht aus ihrer Heimat-
stadt an unterschiedlichen Orten ermordet.
Zwei von ihnen, das Ehepaar Karl und Rosa
Aron barg man aneinander gefesselt tot aus
der Ruhr. Mord oder Freitod konnten nicht
geklärt werden. Sie wurden auf dem Juden-
friedhof in Heiligenhaus am Görscheider
Weg beerdigt.
Zur mahnenden Erinnerung und zum „Nie
wieder“ lädt der Stadtmarketing-Arbeitskreis
Kultur und Gesellschaft zu einer Führung
über den Judenfriedhof ein:
Treffpunkt am Samstag, dem 17. Mai 2025
(Kapitulationsmonat) um 16.00 Uhr
vor dem Tor des Judenfriedhofes am
Görscheider Weg
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