Page 81 - 30 Jahre Stadtmarketing – Chronik
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Der Journalist und Buchautor Peter Wensierski
recherchierte die besondere Geschichte dieser
Siedlung, in der er geboren wurde und aufgewach-
sen ist. Er präsentierte gemeinsam mit dem Stadt-
marketing-Arbeitskreis Handwerk gesammelte
private Dokumente und Fotos über die Entstehung
und ersten Jahre des Lebens in der Siedlung. Und
das alles innerhalb eines grandiosen angedeute-
ten Rohnachbaus eines Siedlerhauses. Gebaut mit
Unterstützung der AK Sprecherin Isabel Fechner-
Müller von den Handwerkern der Firmen Flei-
scherbau GmbH, Tischlerei Stens, Elektro Hölze-
mann-Sparr, versorgt von Jennifer Kolodziej. Die
Ausstellungswände sowie die Printmedien wurden
durch die Firma art work shop Gmbh gestaltet und
die Firma der AK-Sprecherin druckte die Ergebnis-
se der Banner in ihrer Firma Neon-Lichtwerbung
aus.
Zur Begrüßung betonte Dr. Jan Heinisch Projektlei-
ter und Vorsitzender des Fördervereins des Stadt-
marketings „das Thema passt zu uns : Menschen
die anpacken“. Bürgermeister Michael Beck hob
hervor „Die Fotos erzählen von vielen Triumphen
und Träumen. Die Menschen kamen aus schwie-
rigen Verhältnissen, der Krieg war noch allgegen-
wärtig, der Alltag geprägt von einer Mangelwirt-
schaft und einer ungewissen Zukunft Auch die
Siedler mussten kreative Lösungen finden“.
Star der Eröff nung war der letzte Pionier der
damaligen Siedler, der 97jährige Ernst Spitzlei.
In bewegenden Worten gab er Einblicke in sein
Leben vom Hausbau und der damaligen Siedler-
gemeinschaft und berührte die zahlreichen Gäste
nachhaltig. Ideengeber Peter Wensierski war
überglücklich, äußerte seine Dankbarkeit immer
wieder.
Die sehenswerte Ausstellung stellt ein Stück Hei-
ligenhauser Nachkriegsgeschichte dar, zu sehen
vom 25. August bis 22. September 2024 auf dem
Kirchplatz. Großformatige Fotos erzählen vom da-
maligen Alltag: spielende Kinder, einer Liebesge-
schichte rund um die AEG und die Heiligenhauser
Hauptstraße, den ersten Urlaub 1953 an der Ruhr,
mutigen Firmengründungen und seltenen foto-
grafischen Impressionen der Stadt aus dieser Zeit.
Die Fotodokumentation aus der Nachkriegszeit –
auch als Broschüre erschienen – ist ein beeindru-
ckendes Beispiel für die Leistung der Menschen,
die hoff nungsvoll in die Zukunft blickten, in Frei-
heit, Frieden und Freundschaft mit ihrer Umwelt
und den unmittelbaren Nachbarn lebten.
Die Projektbroschüre – erhältlich bei der Ausstel-
lung – kann aber auch im Kulturbüro, im Bürger-
büro und in den Räumen des Geschichtsvereins in
der Abtsküche mitgenommen werden.
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