Page 12 - Heiligenhauser Magazin 1 2024
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 fen das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für diese Ziele und Werte.
Sicherlich war der bis heute andauernde Schüleraustausch mit dem Szilàgyi-Erz- sèbet-Gimnàzium in Budapest ein Meilen- stein auf dem Weg zum Ziel „internationale Verständigung und interkulturelles Lernen“. Der Austausch fand erstmalig 1979 statt nach langen, beharrlichen Bemühungen des damaligen Realschulrektors Schom- martz. Eine „internationale Begegnung mit einem sozialistischen Staat des Ostblocks“ war damals ein ungewöhnliches Ereignis, da die Behörden der sozialistischen Länder nicht ohne weiteres bereit waren, ihre Ju- gendlichen nach Westdeutschland reisen zu lassen. Dies wurde nur möglich, weil beide Schulen anerkannte UNESCO-Modell- schulen waren.
Heute findet der Austausch jährlichen statt im Wechsel in Heiligenhaus oder Budapest.
Auch das im Jahr 2006 gestartete CO- MENIUS-Schulprojekt aus dem Sokrates Programm der EU hat einen wichtigen Bei- trag zum interkulturellen Lernen geleistet. Es entwickelte sich ein reger Austausch zwischen dem Loughshore Education Cen-
tre in Nordirland, der Kraslava Varaviksnes Vidusskola in Lettland und der Realschule Heiligenhaus. Es gab viele gemeinsame Projekte, gegenseitige Unterrichtshospi- tationen, Videokonferenzen, eine eigene Webseite und natürlichen einen regen Aus- tausch per E-Mail. Als Höhepunkt erwies sich das irisch-deutsch-lettische Camp In Gortatole nahe der Grenze zwischen Nor- dirland und der Republik Irland, wo gemein- same Bergtouren, Höhlenexpeditionen, Kanutouren, Floßbau und andere teambil- dende Maßnahmen sowie ein Besuch im Hochseilgarten organisiert wurden. Ein Schüleraustausch mit der lettischen Schule in Kraslava folgte auf diese Aktivitäten.
Ein weiteres Highlight ist der „Engel der Kulturen“, der anlässlich des UNESCO-Jubi- läumsjahres 2015 vor dem Rathaus als Bo- denintarsie verlegt wurde. In einem Kreis sind die Symbole der drei abrahamitischen Religionen – der Halbmond, das Kreuz und der Stern so angeordnet, dass die dahinter- liegende Form an einen Engel erinnert.
Dieses Projekt, von den Künstlern Carmen Dietrich und Gregor Merten entwickelt, soll den interkulturellen und interreligiösen
Dialog zwischen Islam, Christen- und Judentum unterstützen, der das friedliche Zusammen- leben und gegenseitige Verständnis füreinander zum Ziel hat.
Im Bereich Umwelter- ziehung spielen die Streuobstwiese mit ihren unterschiedlichen historischen Apfelsorten und die Wildwiese vor dem Schulgebäude eine wichtige Rolle. Diese Thematik konnte im No- vember 2023 im Erdkun-
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